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- 07.02.2011
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Hockney sehen
David Hockney – Me Draw On iPad im Louisiana Museum of Modern Art
Ich bin kein Kenner. Erst als ich bereits vom Bahnhof Humlebaek zum Museum unterwegs bin und nur noch fünf oder zehn Minuten vor mir liegen, fällt mir auf, dass ich den Namen des Künstlers kaum im Kopf behalten kann. David irgendwas.
Für Ungeduldige ist das Louisiana nicht geschaffen. Seit dem Bahnhof hatte ich den Blick auf die Karte ausgelassen. Im Pulk verbleiben, dann komme ich schon dort an. Und zwar an der Spitze. Denn der Pulk wird bei Ankunft zur Warteschlange. Nach dem Einlass finde ich mich jedoch wieder inmitten von Schautafeln mit Texten zu Picasso. Kenner stehen davor, lesen und versperren so den Weg. Schnell rechts vorbei. Ah, andere wollen auch schnell rechts vorbei. Gut so. Wir erreichen einen Raum. Bilder hängen. Konventionelle. Mit Rahmen. Öl auf Leinwand. Aha, Picasso. Die Kenner verteilen sich und schwärmen aus. Ich seufze. Die sind also wegen Picasso hier. Bestimmt ist die eigentliche Ausstellung inzwischen hoffnungslos überlaufen doch ich idle hier rum. Bei Picasso.
Also wieder zurück zum Eingang, diesmal rücksichtslos zwischen den Lesenden und ihren statischen Tafeln mit wohl nur offline und wohl nur hier Erfahrbarem hindurch. Stehen da rum und lesen Schautafeln. Endlich ein Schild, das mir weiterhilft. Hockney heisst er! David Hockney! Mit Hilfe zweier Wärter erreiche ich endlich den Raum mit den iPads.
Drei Wochen zuvor hatte die Tagesschau kurz vor dem Wetterbericht über die Ausstellung berichtet. Für mich stand augenblicklich fest, bei nächster Gelegenheit nach Kopenhagen aufzubrechen. Es war zu erfahren, dass der Künstler per E-Mail in die laufende Ausstellung nachliefert. Dass Gemälde rein elektronisch vorliegen und auch das sie zeigende Medium — das iPad — mit dem Erstellungsmedium identisch ist, schien mir reizvoll genug. Das hat es so noch nicht gegeben. Ich fand es vor Allem abgefahren, dass es unter diesen Voraussetzungen überhaupt zu einer Ausstellung kommt, an deren Ort man sich physisch begeben muss, will man sie sehen. Zu erwarten wäre doch eher eine Facebook-Gruppe oder so etwas gewesen. Ein virtueller Ausstellungstreff, vielleicht mit einer Paymentanbindung zur Finanzierung. Können die Werke per E-Mail in die Ausstellung gelangen, so können sie doch genausogut per E-Mail oder Browser daheim betrachtet werden?
Ich musste diese Ausstellung selbst sehen. Derlei Verrücktes darf auf keinen Fall ohne mich stattfinden, auch wenn ich von Kunst wenig verstehe.
Veröffentlicht unter Kunst und Kultur
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Grüne — nix wie gute Absichten
Das Dosenpfand
Täglich fahren hunderte LKW in Deutschland teilweise bis zu 60 km und haben dabei eine Nutzlast von nur wenigen Kilo. Sie bringen leere Flaschen und Dosen aus Supermärkten in die Zählzentren. Erst nach dieser Zählung dürfen sie gepresst werden und gelangen in Säcke, welche eigens für diesen Zweck der Registrierung und Versackung leerer Dosen hergestellt und — gleich Wertsäcken — aufwändig mit Barcode versehen werden. Dann wird all das zum Müllplatz gefahren.
Früher wurde derlei einfach so zum Müllplatz gebracht, unter Umgehung von Rücknahme, Zählzentrum und Versackung. Jetzt aber gibt es das Dosenpfand.
Der Biosprit
In Mexiko explodierten die Maispreise. Die Mexikaner können sich den Mais, den sie herstellen, selbst nicht mehr leisten. Obwohl sie selbst immer mehr davon herstellen und bald das ganze Land eine einzige Monokultur Mais sein wird.
Man musste den Bauern erklären, dass man in den Industrieländern begonnen hat, sich Maisprodukte in den Tank zu füllen, weil das zwar nicht so effektiv wie Benzin aber doch irgendwie vom Gefühl her besser für die Umwelt sei.
Die Windkraft
In Brandenburg werden die verbliebenen Seeadler geköpft. Durch Windräder. Diese surren, stehen in der Landschaft und produzieren erneuerbare Energie. Nun weht der Wind nicht ständig. Daher wurden Kohlenkraftwerke, welche bereits stillgelegt waren, wieder in Betrieb genommen um die zufälligen Spannungsspitzen ausgleichen zu können. Sie sind schneller an– und abschaltbar als Atomkraftwerke. Merke: Windkraft ist nicht ohne Kohlekraft zu haben. Aber das Gute dabei ist, dass Windkraft ohne CO2 auszustossen Strom erzeugt und keinen Atommüll produziert. Daher halten Grüne und dergleichen so verbissen an Windkraft fest.
Die Euro-Ablösung in der Praxis des Programmierers
Ich kümmere mich im Folgenden um solche softwaretechnischen Individuallösungen im unternehmerischen wie auch privaten Bereich, welche nicht unmittelbar und explizit fiskalischer Datenverarbeitung gewidmet sind, aber doch ins Fiskalische ausstrahlen. Diese Nebenwirkungen werden möglicherweise erst im Zuge seltener Umstellungen spürbar. Fehlende, veraltete oder schlechte Dokumentation erschweren dann, wenn etwa das Ende des Euros “plötzlich” gekommen ist, die Abhilfe.
Ein guter Programmierer bereitet sich auf das Meistern der Umstellung vor und sorgt dafür, daß auch diese Umstellung in unserm Land ohne Lärm, Wirrnis und Chaos vonstatten geht.
Folgenden Anforderungen muss begegnet werden:
- der einleitenden Inflation,
- der Umstellung an sich,
- der Zeit der Parallelwährung.
Diese Phasen können sich durchaus Weiterlesen
Veröffentlicht unter Politik, Proggen
Verschlagwortet mit Datentypen, Desaster, Euro, Inflation, Praxis, Programmieren
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Verpflichtung als Denunziant
Der Schutz von Ehe und Famile vollzieht sich in der BRD über sonderbare Wege. Beispielsweise kann der Mann verpflichtet werden, als Denunziant seiner Ehefrau umgehend bei den Behörden aufzutauchen. Und dies nicht etwa im Falle einer Straftat, sondern bereits dann, wenn sie sich des Zusammenseins entzieht. Dies gilt, falls die Frau Ausländer ist.
Ins Detail:
Im Februar bat mich meine Frau, mit zur Ausländerbehörde (“LABO”) zu kommen. Sie braucht einen neuen Aufenthaltstitel. Ohne mein Beisein aber gäbe es statt des Visum nur eine “Fiktionsbescheinigung”, die monatlich zu erneuern wäre. Diese Fiktionsbescheinigung würde besagen, daß mangels Klarheit - etwa wegen ausstehender Unterlagen - zunächst behördlich davon ausgegangen wird, der Visumantrag werde schon seine Ordnung haben. Da meine Frau aber alle Unterlagen — darunter die Eheurkunde des deutschen Standesamtes — mit sich führte, unterstellte ich ein Versehen. Mir wollte nicht einleuchten, welche Rolle ich zu geben hätte bei einem Vorsprechen auf der Ausländerbehörde. Weiterlesen
Veröffentlicht unter Politik, Recht
Verschlagwortet mit Behörde, BRD, Ehe, Familie, Fiktionsbescheinigung, Visum
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