Hock­ney sehen

David Hock­ney – Me Draw On iPad im Loui­siana Museum of Modern Art

Ich bin kein Ken­ner. Erst als ich bereits vom Bahn­hof Hum­le­baek zum Museum unter­wegs bin und nur noch fünf oder zehn Minu­ten vor mir lie­gen, fällt mir auf, dass ich den Namen des Künst­lers kaum im Kopf behal­ten kann. David irgendwas.

Für Unge­dul­dige ist das Loui­siana nicht geschaf­fen. Seit dem Bahn­hof hatte ich den Blick auf die Karte aus­ge­las­sen. Im Pulk ver­blei­ben, dann komme ich schon dort an. Und zwar an der Spitze. Denn der Pulk wird bei Ankunft zur War­te­schlange. Nach dem Ein­lass finde ich mich jedoch wie­der inmit­ten von Schau­ta­feln mit Tex­ten zu Picasso. Ken­ner ste­hen davor, lesen und ver­sper­ren so den Weg. Schnell rechts vor­bei. Ah, andere wol­len auch schnell rechts vor­bei. Gut so. Wir errei­chen einen Raum. Bil­der hän­gen. Kon­ven­tio­nelle. Mit Rah­men. Öl auf Lein­wand. Aha, Picasso. Die Ken­ner ver­tei­len sich und schwär­men aus. Ich seufze. Die sind also wegen Picasso hier. Bestimmt ist die eigent­li­che Aus­stel­lung inzwi­schen hoff­nungs­los über­lau­fen doch ich idle hier rum. Bei Picasso.

Also wie­der zurück zum Ein­gang, dies­mal rück­sichts­los zwi­schen den Lesen­den und ihren sta­ti­schen Tafeln mit wohl nur off­line und wohl nur hier Erfahr­ba­rem hin­durch. Ste­hen da rum und lesen Schau­ta­feln.  End­lich ein Schild, das mir wei­ter­hilft. Hock­ney heisst er! David Hock­ney! Mit Hilfe zweier Wär­ter errei­che ich end­lich den Raum mit den iPads.

Aus­stel­lungs­pla­kat des Lou­siana. Quelle: www.louisiana.dk

Drei Wochen zuvor hatte die Tages­schau kurz vor dem Wet­ter­be­richt über die Aus­stel­lung berich­tet. Für mich stand augen­blick­lich fest, bei nächs­ter Gele­gen­heit nach Kopen­ha­gen auf­zu­bre­chen. Es war zu erfah­ren, dass der Künst­ler per E-Mail in die lau­fende Aus­stel­lung nach­lie­fert. Dass Gemälde rein elek­tro­nisch vor­lie­gen und auch das sie zei­gende Medium — das iPad — mit dem Erstel­lungs­me­dium iden­tisch ist, schien mir reiz­voll genug. Das hat es so noch nicht gege­ben. Ich fand es vor Allem abge­fah­ren, dass es unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen über­haupt zu einer Aus­stel­lung kommt, an deren Ort man sich phy­sisch bege­ben muss, will man sie sehen. Zu erwar­ten wäre doch eher eine Facebook-Gruppe oder so etwas gewe­sen. Ein vir­tu­el­ler Aus­stel­lungs­treff, viel­leicht mit einer Pay­men­t­an­bin­dung zur Finan­zie­rung. Kön­nen die Werke per E-Mail in die Aus­stel­lung gelan­gen, so kön­nen sie doch genau­so­gut per E-Mail oder Brow­ser daheim betrach­tet werden?

Ich musste diese Aus­stel­lung selbst sehen. Der­lei Ver­rück­tes darf auf kei­nen Fall ohne mich statt­fin­den, auch wenn ich von Kunst wenig verstehe.

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Grüne — nix wie gute Absichten

Das Dosen­pfand

Täg­lich fah­ren hun­derte LKW in Deutsch­land teil­weise bis zu 60 km und haben dabei eine Nutz­last von nur weni­gen Kilo. Sie brin­gen leere Fla­schen und Dosen aus Super­märk­ten in die Zähl­zen­tren. Erst nach die­ser Zäh­lung dür­fen sie gepresst wer­den und gelan­gen in Säcke, wel­che eigens für die­sen Zweck der Regis­trie­rung und Ver­sa­ckung lee­rer Dosen her­ge­stellt und — gleich Wert­sä­cken — auf­wän­dig mit Bar­code ver­se­hen wer­den. Dann wird all das zum Müll­platz gefahren.

Frü­her wurde der­lei ein­fach so zum Müll­platz gebracht, unter Umge­hung von Rück­nahme, Zähl­zen­trum und Ver­sa­ckung. Jetzt aber gibt es das Dosenpfand.

Der Bio­sprit

In Mexiko explo­dier­ten die Mais­preise. Die Mexi­ka­ner kön­nen sich den Mais, den sie her­stel­len, selbst nicht mehr leis­ten. Obwohl sie selbst immer mehr davon her­stel­len und bald das ganze Land eine ein­zige Mono­kul­tur Mais sein wird.

Man musste den Bau­ern erklä­ren, dass man in den Indus­trie­län­dern begon­nen hat, sich Mais­pro­dukte in den Tank zu fül­len, weil das zwar nicht so effek­tiv wie Ben­zin aber doch irgend­wie vom Gefühl her bes­ser für die Umwelt sei.

Die Wind­kraft

In Bran­den­burg wer­den die ver­blie­be­nen See­ad­ler geköpft. Durch Wind­rä­der. Diese sur­ren, ste­hen in der Land­schaft und pro­du­zie­ren erneu­er­bare Ener­gie. Nun weht der Wind nicht stän­dig.  Daher wur­den Koh­len­kraft­werke, wel­che bereits still­ge­legt waren, wie­der in Betrieb genom­men um die zufäl­li­gen Span­nungs­spit­zen aus­glei­chen zu kön­nen. Sie sind schnel­ler an– und abschalt­bar als Atom­kraft­werke. Merke: Wind­kraft ist nicht ohne Koh­le­kraft zu haben. Aber das Gute dabei ist, dass Wind­kraft ohne CO2 aus­zu­stos­sen Strom erzeugt und kei­nen Atom­müll pro­du­ziert. Daher hal­ten Grüne und der­glei­chen so ver­bis­sen an Wind­kraft fest.

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Die Euro-Ablösung in der Pra­xis des Programmierers

Ich küm­mere mich im Fol­gen­den um sol­che soft­ware­tech­ni­schen Indi­vi­dual­lö­sun­gen im unter­neh­me­ri­schen wie auch pri­va­ten Bereich, wel­che nicht unmit­tel­bar und expli­zit fis­ka­li­scher Daten­ver­ar­bei­tung gewid­met sind, aber doch ins Fis­ka­li­sche aus­strah­len. Diese Neben­wir­kun­gen wer­den mög­li­cher­weise erst im Zuge sel­te­ner Umstel­lun­gen spür­bar. Feh­lende, ver­al­tete oder schlechte Doku­men­ta­tion erschwe­ren dann, wenn etwa das Ende des Euros “plötz­lich” gekom­men ist, die Abhilfe.

Ein guter Pro­gram­mie­rer berei­tet sich auf das Meis­tern der Umstel­lung vor und sorgt dafür, daß auch diese Umstel­lung in unserm Land ohne Lärm, Wirr­nis und Chaos von­stat­ten geht.

Fol­gen­den Anfor­de­run­gen muss begeg­net werden:

  • der ein­lei­ten­den Inflation,
  • der Umstel­lung an sich,
  • der Zeit der Parallelwährung.

Diese Pha­sen kön­nen sich durch­aus Wei­ter­le­sen

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Ver­pflich­tung als Denunziant

Der Schutz von Ehe und Famile voll­zieht sich in der BRD über son­der­bare Wege. Bei­spiels­weise kann der Mann ver­pflich­tet wer­den, als Denun­zi­ant sei­ner Ehe­frau umge­hend bei den Behör­den auf­zu­tau­chen. Und dies nicht etwa im Falle einer Straf­tat, son­dern bereits dann, wenn sie sich des Zusam­men­seins ent­zieht. Dies gilt, falls die Frau Aus­län­der ist.

Ins Detail:

Ausländerbehörde Berlin

Aus­län­der­be­hörde Berlin

Im Februar bat mich meine Frau, mit zur Aus­län­der­be­hörde (“LABO”) zu kom­men. Sie braucht einen neuen Auf­ent­halts­ti­tel. Ohne mein Bei­sein aber gäbe es statt des Visum nur eine “Fik­ti­ons­be­schei­ni­gung”, die monat­lich zu erneu­ern wäre. Diese Fik­ti­ons­be­schei­ni­gung würde besa­gen, daß man­gels Klar­heit - etwa wegen aus­ste­hen­der Unter­la­gen - zunächst behörd­lich davon aus­ge­gan­gen wird, der Visu­man­trag werde schon seine Ord­nung haben. Da meine Frau aber alle Unter­la­gen — dar­un­ter die Eheur­kunde des deut­schen Stan­des­am­tes — mit sich führte, unter­stellte ich ein Ver­se­hen. Mir wollte nicht ein­leuch­ten, wel­che Rolle ich zu geben hätte bei einem Vor­spre­chen auf der Aus­län­der­be­hörde. Wei­ter­le­sen

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